Meine 13 Punkte für Reichelsheim:
Solide Finanzen.
Weniger versprechen, Prioritäten setzen, Infrastruktur erhalten.
Starke Ortsteile.
Ortsbeiratsbudgets und mehr Entscheidungsspielraum vor Ort.
Sicherheit und Ordnung.
Mehr Präsenz, mehr Kontrollen, konsequent gegen Müll und Vandalismus.
Zukunft vor Ort.
Digitalisierung mit Maß, Glasfaser, gute Betreuung, Ausbildung und starke Vereine.
Digitale Verwaltung & Gigabit-Region
Digitalisieren da wo es nützt. Eine moderne Verwaltung kommt ohne Digitalisierung nicht mehr aus – das ist klar. Aber gerade in ländlichen Kommunen müssen die Lösungen zu den Menschen passen. Deshalb gilt: Dranbleiben, aber mit Maß und Menschlichkeit. Wir wollen Prozesse effizienter und einfacher machen – für Bürgerinnen, Bürger und Mitarbeitende. Dabei behalten wir im Blick, dass eine Gemeinde wie Reichelsheim andere digitale Prioritäten hat als eine Großstadt. Trotz aller Technik bleibt für uns entscheidend: Die Verwaltung muss ansprechbar, persönlich und nahbar bleiben. Ob Homeoffice, Streaming oder der Betrieb eines Unternehmens: Schnelles Internet ist heute unverzichtbar. Der Ausbau ist für unsere Ortsteile essenziell – da sind wir uns alle einig. Aber: Die Qualität der Bauausführung muss stimmen. Straßen, Gehwege und Grundstücke dürfen nach Verlegearbeiten nicht beschädigt oder unsauber hinterlassen werden. Hier braucht es klare Kontrolle, Verantwortung und Nachbesserung, wo nötig. Flächendeckende Glasfaserversorgung. Bis spätestens 2030 soll der Odenwaldkreis flächendeckend mit Glasfaser versorgt sein – ein entscheidender Schritt für unsere Zukunftsfähigkeit. Bereits heute investiert die Gemeinde Reichelsheim jährlich rund 250.000 Euro in den Ausbau dieser wichtigen Infrastruktur.
Finanzen
Keine Luftschlösser bauen. Die Kassen der Kommunen sind überall knapp – für Luftschlösser ist derzeit kein Platz. Deshalb müssen wir uns auf das Wesentliche konzentrieren: den Erhalt und die Instandsetzung unserer bestehenden Infrastruktur, etwa der Reichenberghalle. Allein damit stehen wir bereits vor großen Aufgaben.
Ich halte nichts davon, den Bürgerinnen und Bürgern Dinge zu versprechen, die finanziell nicht tragbar sind. Solide Finanzpolitik bedeutet, Prioritäten zu setzen, ehrlich zu bleiben und auch einmal Nein zu sagen, wenn es die Haushaltslage erfordert. Gleichwohl deuten sich für dieses Jahr positive Entwicklungen bei der Gewerbesteuer an. Zudem wird unsere Gemeinde durch das Sondervermögen Infrastruktur des Bundes im Millionenbereich unterstützt. Das wird die Haushaltslage mit Blick auf 2027 spürbar entspannen. Dennoch dürfen wir nicht darauf warten, dass sich die wirtschaftliche Lage von selbst verbessert oder Einmaleffekte uns dauerhaft tragen. Für die Zukunft möchte ich in der Verwaltung ein modernes Controlling-System aufbauen, das die Haushaltsplanung und die laufende Steuerung nachhaltig stärkt. Besonders die Folgekosten neuer Projekte müssen stärker in den Blick genommen werden – denn sie belasten künftige Haushalte und kommende Generationen. Ehrliche Finanzpolitik bedeutet für mich: Jedes Ziel wird mit einem soliden finanziellen Deckungsvorschlag verbunden. Es ist nicht meine Art, Experimente zu starten oder unhaltbare Versprechungen zu machen. Mein Anspruch ist klar: weniger versprechen und das dann zuverlässig halten.
Freibäder
Schwimmen ist gesund. Für mehr Bewegung und Sicherheit im Wasser möchte ich das Frühschwimmerangebot in Reichelsheim weiter ausbauen. Sprungturm. Während meiner Wahlzeit werde ich mich nachhaltig dafür einsetzen, dass der gesperrte Sprungturm saniert wird. Dieses leidige Thema muss dringend angegangen werden. Förderverein Freibad. Damit unser Reichelsheimer Freibad eine starke Zukunft hat, möchte ich im Falle meiner Wahl gemeinsam mit Ihnen einen Förderverein gründen – für zusätzliche Unterstützung, engagierte Hände und neue Ideen. Betreiber des Bades bleibt natürlich die Gemeinde Reichelsheim. Vorteile sind z. B. die aktive Bürgerbeteiligung und die Möglichkeit, dass Spenden direkt und transparent ins Freibad fließen. Meine persönliche Unterstützung untermauere ich mit einer Spende von 500 Euro an den Förderverein, um z.B. die Gründungskosten abzudecken. Beerfurth. Die gemeindliche Förderung des vereinsgeführten Freibads in Beerfurth ist für mich selbstverständlich. Hier wird großartiges Engagement geleistet, das unsere Gemeinde bereichert und unterstützt werden muss.
Hochbau & Stadt-entwicklung
Gewerbegebiet. Die Abwanderung von Unternehmern in Nachbarkommunen schadet uns. Deshalb werde ich mit Eigentümern und Investoren potenzieller Flächen intensive Gespräche führen, um neue Perspektiven für Reichelsheim zu schaffen. Neubaugebiete. Wir sind kontinuierlich auf der Suche nach geeigneten Flächen. Wenn die Eigentümer mit im Boot sind, gilt es, die städtebauliche Planung und Erschließung voranzutreiben, bevor die Vermarktung erfolgen kann. Innenstadtentwicklung. Das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ bietet zahlreiche Chancen für private Eigentümer und Unternehmer in Reichelsheim. So können beispielsweise ortsbildprägende Gebäude mit sechsstelligen Fördersummen unterstützt werden – ein erstes Projekt wurde bereits erfolgreich umgesetzt. Auch der Erwerb der ehemaligen Gärtnerei und des Pfarrhauses im Ortskern konnte durch dieses Programm realisiert werden: Die Gemeinde trägt in diesen Fällen lediglich 33 % der Kaufkosten. Solche Förderkonzepte sind langfristig angelegt und zahlen sich nachhaltig für das Ortsbild aus. Ehemalige Rehaklinik. Das Gelände befindet sich nicht im Eigentum der Gemeinde. Seit Jahren handelt es sich um ein Abschreibungsobjekt einer weltweit agierenden Immobiliengesellschaft. Eine Entwicklung kann nur durch einen Investor erfolgen. Bis heute liegt jedoch kein belastbares Konzept vor, das Abriss, Entsorgung, Logistik und Wirtschaftlichkeit nachvollziehbar darstellt.
Interkommunale Zusammen-arbeit & Vernetzung
Interkommunale Zusammenarbeit. In Zeiten knapper Finanzen und zunehmendem Fachkräftemangel in der öffentlichen Verwaltung brauchen wir kluge Lösungen. Die gemeinsame Wahrnehmung kommunaler Aufgaben ist ein bewährtes Instrument – sie muss jedoch aktiv gelebt werden. Dafür möchte ich mich regelmäßig mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Odenwaldkreis und darüber hinaus austauschen. Auch Landkreisgrenzen dürfen kein Hindernis sein, wenn es darum geht, gemeinsam Lösungen für unsere Region zu entwickeln. Gut vernetzt. Als ehemaliger Stellvertretender Bürgermeister von Oberzent – gewählt mit einer Mehrheit aus SPD, FDP und CDU – sowie als Mitglied des Odenwälder Kreistags verfüge ich über ein belastbares Netzwerk in Kommunal-, Landes-, Bundes- und Europapolitik. Die Entscheidungen im Kreistag haben direkte Auswirkungen auf unsere Gemeinde – etwa bei der Ausstattung unserer Schulen, den Hebesätzen der Kreis- und Schulumlage oder bei Themen wie ÖPNV und Gesundheitsversorgung. Ich kenne die Zusammenhänge, weiß, wo angesetzt werden muss, und bringe die notwendige Durchsetzungskraft mit, um die Interessen Reichelsheims wirkungsvoll zu vertreten. Für mich gehört eine konstruktive und respektvolle Zusammenarbeit mit allen demokratischen Parteien selbstverständlich dazu – im Kreis wie auch vor Ort.
Kindertagesstätten & Jugend-pflege
Herzenssache Kinder. Eine verlässliche und hochwertige Kinderbetreuung ist essenziell für Familien und unsere Gemeinde. Dabei müssen Angebot und Nachfrage stets im Blick behalten werden. Besonders der Fachkräftemangel stellt uns vor große Herausforderungen. Deshalb setze ich mich dafür ein, unsere Erzieherinnen und Erzieher kontinuierlich weiterzubilden und neue Fachkräfte auszubilden. Gleichzeitig möchte ich die Chancen des Quereinstiegs in den Erzieherberuf noch besser nutzen. Hierfür stehe ich bereits im regelmäßigen Austausch mit den Leitungen unserer kommunalen Kindertageseinrichtungen, um gemeinsam passende Lösungen zu entwickeln. Die Jugend ist im Wandel. Deshalb müssen auch unsere Angebote in der Jugendpflege abwechslungsreich und anpassungsfähig sein. Neben der Vorbereitung auf berufliche Herausforderungen – die mir als ehemaligem stellvertretenden Schulleiter der Volkshochschule Darmstadt und Lehrbeauftragter an der Verwaltungsakademie Darmstadt besonders am Herzen liegt – ist mir auch die Drogenprävention ein wichtiges Anliegen. Ich werde mich deshalb regelmäßig mit der Jugendpflege austauschen, um junge Menschen bestmöglich zu unterstützen und sie vor den Gefahren von Drogen zu schützen. Gleichzeitig bin ich überzeugt: Nicht Erwachsene sollten allein entscheiden, was für Kinder und Jugendliche richtig ist – sondern die jungen Menschen selbst müssen ihre Ideen und Wünsche einbringen können. Deshalb möchte ich über Social Media gezielt Umfragen starten, um herauszufinden, was unsere Jugendlichen tatsächlich bewegt und interessiert. Dabei soll auch abgefragt werden, ob und in welcher Form sie sich künftig eine regelmäßige Beteiligung wünschen. Auf dieser Grundlage können wir gemeinsam mit Jugendpflege, Vereinen und Schulen prüfen, welche Projekte realistisch und nachhaltig umsetzbar sind – damit aus guten Ideen echte Angebote werden. Leistung muss sich wieder lohnen. Die duale Ausbildung hat Deutschland und insbesondere unseren Mittelstand großgemacht. Made in Germany steht sinnbildlich für Qualität, Verlässlichkeit und hervorragend ausgebildete Fachkräfte. Auch wir als Gemeinde Reichelsheim leisten unseren Beitrag dazu – z.B. mit Ausbildungsplätzen im Rathaus, im Freibad, in der Wasserversorgung und in unseren Kindertagesstätten. Zukünftig möchte ich zudem den oder die beste Auszubildende mit Wohnsitz in Reichelsheim mit einer Prämie auszeichnen. Die Förderung junger Menschen für unsere Zukunft ist – denn sie sind das Fundament unseres Wohlstands und unserer Gemeinschaft.
Ortsteile, Land-wirtschaft, Jagd & Naturland-schaft
Ortsteile stärken. In einer Flächengemeinde wie Reichelsheim leisten die Ortsbeiräte wertvolle Arbeit für ihre Ortsteile. Ich möchte sie gezielt stärken – nicht mit großen Worten, sondern mit konkreten Mitteln. Daher setze ich mich für eigene Ortsbeiratsbudgets ein, die direkt vor Ort eingesetzt werden können. Mein Vorschlag: • 1.000 € Sockelbetrag je Ortsbeirat • + 1 € pro Einwohner im Ortsteil In Summe ergibt das rund 15.000 € jährlich für unsere Ortsbeiräte. Finanziert werden soll dies unter anderem durch den Verzicht auf einen Bürgermeister-Dienstwagen, für den jährlich Fixkosten i.H.v. 15.000 Euro im Haushalt angesetzt sind. Ich bin überzeugt: Geld muss dort ankommen, wo es am meisten bewirkt – bei den Menschen in unseren Ortsteilen. Ländlichen Raum hören. Im ländlichen Raum sind gute Zusammenarbeit und kurze Wege entscheidend. Ich möchte eine regelmäßige Besprechung mit den Ortslandwirten, Jagdpächtern und Jagdgenossenschaften etablieren. Denn hier entstehen Synergien, die wir nicht ungenutzt lassen dürfen. Gemeinsam können wir z. B. die Pflege und Bewirtschaftung unserer land- und forstwirtschaftlichen Wege besser koordinieren – für eine nachhaltige Nutzung unserer Flächen und ein gutes Miteinander von Landwirtschaft, Jagd, Forst und Kommune. Keine Steuer für Jagdhunde. Ich werde mich dafür einsetzen, die wichtige Arbeit unserer Jäger und ihrer Hunde stärker zu würdigen. Ihre Leistungen für Natur, Wildbestand und Sicherheit verdienen mehr öffentliche Anerkennung. Ein konkreter Schritt: Wir wollen die Hundesteuer für Jagdhunde abschaffen. Diese Hunde sind keine Freizeithunde – sie leisten einen wertvollen Dienst bei Nachsuchen, im Wildmanagement und bei der Verkehrssicherheit. Die waidgerechte Jagd ist ein unverzichtbarer Teil unseres ländlichen Raums. Ohne das ehrenamtliche Engagement unserer Jägerinnen und Jäger – und ohne ihre vierbeinigen Partner – wäre vieles nicht leistbar. Naturlandschaft schützen. Unsere Region mit ihren sanften Hügelzügen soll nicht durch Windparks zerschnitten werden. Gleichzeitig stehen wir in der Verantwortung, unseren Beitrag zu einem sinnvollen Energiemix zu leisten. Diesen Beitrag sehe ich z.B. im Ausbau der Photovoltaik. So prüfen wir aktuell die Möglichkeiten für einen weiteren Photovoltaikpark – entsprechende Anfragen von Projektierern liegen bereits vor.
Öffentlichkeitsarbeit & Bürger-beteiligung
Transparenz. Gerade in Zeiten von Fake News und wachsendem Misstrauen gegenüber der Politik ist mir eines besonders wichtig: eine transparente und faktenbasierte Kommunikation. Auf mein Hinwirken hin wurden Facebook und Instagram bereits als offizielle Kommunikationskanäle eingeführt – damit Bürgerinnen und Bürger direkt, schnell und nachvollziehbar informiert werden können. Ergänzend dazu ist eine Orts-App in Planung, die dieses Angebot künftig sinnvoll erweitern wird. Bürger und Verwaltung Hand in Hand. Im Falle meiner Wahl möchte ich unter anderem eine regelmäßige Bürgersprechstunde einrichten, bei der Sie bequem einen festen Termin buchen können, um Ihre Anliegen persönlich mit mir zu besprechen. Dabei werden – je nach Thema – auch die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbezogen. So stellen wir sicher, dass Anliegen direkt dort ankommen, wo sie bearbeitet werden können. Darüber hinaus sollen auch Bürgerversammlungen stattfinden, um den Austausch mit Ihnen weiter zu stärken und wichtige Themen gemeinsam zu diskutieren.
Senioren, Ehrenamt & Städtepartnerschaften
Senioren aktivieren. Die Einführung des neuen Seniorenangebotes Initiative „Lebensfreude 65+“ habe ich bereits mitverantwortet. Das ist der richtige Weg, denn wir stetig weiterentwickeln wollen. Jubiliäumsbesuche. Ich möchte die Jubiläumsbesuche in unserer Gemeinde wieder einführen. Solche besonderen Anlässe sind eine hervorragende Möglichkeit den persönlichen Kontakt zu pflegen und einfach mal zuzuhören, was die Senioren in unserer Gemeinde aktuell so beschäftigt. Gemeindepflege. Der demografische Wandel führt dazu, dass immer mehr ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger allein leben. Unsere Gemeinde trägt Verantwortung, Einsamkeit vorzubeugen und Unterstützung zu bieten. Ich möchte daher prüfen, ob wir in Reichelsheim eine Gemeindepflege einrichten können. Diese soll ältere Menschen besuchen, zuhören, bei Anträgen helfen, Präventionsangebote anstoßen und eng mit Pflegediensten, Hausärzten, Kirchen und Ehrenamt zusammenarbeiten. Zur Bedarfsermittlung möchte ich zeitnah einen Runden Tisch mit Pflegediensten und Ärzten einberufen. Ehrenamt ist gelebtes Miteinander. Unsere Vereine bilden das Herz unserer Gemeinde und prägen das gesellschaftliche Leben. Was uns jedoch fehlt, ist eine klare Vereinsförderrichtlinie, aus der auf einen Blick ersichtlich wird, welche Unterstützungsmöglichkeiten unsere Vereine in Anspruch nehmen können. Außerdem möchte ich eine stärkere Vernetzung der Vereine untereinander fördern, damit neue Synergien entstehen, die unser Dorfleben weiter bereichern. Als Fördermitglied, aktives Mitglied und Vorstandsmitglied in mehreren Vereinen weiß ich, wie wichtig eine verlässliche Unterstützung des Ehrenamtes ist. Besonders gerne engagiere ich mich im Vorstand des Fördervereins der Georg-August-Zinn-Schule. Darüber hinaus darf ich als stellvertretender Vorsitzender der Reinhard-und-Marianne-Töppel-Stiftung Themen wie Tierschutz, Kinder- und Jugendpflege, Musik, Kunst, Kultur, Volks- und Berufsbildung sowie Heimatpflege nachhaltig fördern. Europa ist unsere Stärke. Die freundschaftlichen Bande, die unsere Partnerschaften mit Frankreich, Polen und Ungarn knüpfen, sind von unschätzbarem Wert. Sie verbinden Menschen und Kulturen und sind eine starke Antwort auf jede Form von Provokation. Diese Beziehungen möchte ich gemeinsam mit unseren Verschwisterungsvereinen aktiv pflegen und weiter stärken – als Fundament für Frieden, Verständigung und gemeinsame Zukunft.
Sicherheit & Ordnung
Sicherer Straßenverkehr. Ein funktionierender Ordnungsbehördenbezirk ist eine Grundvoraussetzung für Sicherheit im Alltag. Doch ein einzelner Hilfspolizist, der für drei Kommunen mit rund 58 qm² Fläche zuständig ist, kann nur begrenzt Wirkung entfalten – insbesondere im Bereich des ruhenden und fließenden Verkehrs. Deshalb setze ich mich für eine personelle Verstärkung unseres Ordnungsbehördenbezirks und eine moderne technische Ausstattung ein. Zusammen mit unseren Nachbarkommunen möchte ich diese Entwicklung weiter aktiv vorantreiben – wir müssen hier gemeinsam an einem Strang ziehen. Besonders wichtig ist mir die mobile Geschwindigkeitsüberwachung, denn hierzu erreichen uns zahlreiche Hinweise und Beschwerden aus der Bevölkerung und den Ortsbeiräten – beispielsweise aus Beerfurth, wo an der B 38 häufig zu schnell gefahren wird. Als örtliche Ordnungsbehörde möchte ich mich auf der Hauptstraße in Beerfurth auch für eine 30er Zone von 22 bis 6 Uhr stark machen. Mehr Kontrollen bedeuten mehr Sicherheit – insbesondere für Kinder, Schülerinnen und Schüler auf ihrem täglichen Weg. So schaffen wir sicherere Straßen und stärken das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in eine handlungsfähige und bürgernahe Ordnungsverwaltung. Die illegale Müllablagerung nimmt zu. Die illegale Müllablagerung nimmt leider zu – ob im Wald, an Feldwegen oder vor unseren Glascontainern. Dieses Verhalten schadet nicht nur unserer Umwelt, sondern auch dem Erscheinungsbild unserer Gemeinde. Zudem kostet es uns als Gemeinschaft jedes Jahr viel Geld, denn die fachgerechte Entsorgung muss von der öffentlichen Hand – und damit von den Bürgerinnen und Bürgern – getragen werden. Gemeinsam mit unserem Ordnungsamt möchte ich künftig noch konsequenter gegen illegale Ablagerungen vorgehen. Wer unseren öffentlichen Raum verschmutzt, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen. Darüber hinaus halte ich einen jährlichen Müllsammeltag für Reichelsheim für ein starkes Zeichen unseres Gemeinschaftssinns und unseres Engagements für den Umwelt- und Naturschutz. Dieses Projekt möchte ich persönlich unterstützen und aktiv fördern – für ein sauberes, lebenswertes Reichelsheim. Moderne Ausstattung für unsere Wehren. Der Austausch mit den Leitungen der Feuerwehren in Reichelsheim liegt mir sehr am Herzen. In den kommenden Jahren stehen wichtige Projekte an, wie die Beschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge und der Bau von Gerätehäusern in Reichelsheim, Ober-Kainsbach und Laudenau. Finanzierung. Bei unseren Nachbarkommunen und dem Odenwaldkreis möchte ich darauf drängen, dass Fahrzeuge, die überörtlich genutzt werden, künftig gemeinsam finanziert werden. Das schafft finanzielle Fairness und entlastet unseren Haushalt. Gleichzeitig werde ich mich beim Land Hessen dafür einsetzen, überbordende Standards abzubauen, die unnötige Mehrkosten verursachen. Ehre, wem Ehre gebührt. Unsere Feuerwehrkameradinnen und Kameraden leisten täglich Großartiges für unsere Gemeinde. Deshalb setze ich mich für eine angemessene Anhebung der Aufwandsentschädigungen der Freiwilligen Feuerwehr ein.
Tiefbau & Infrastruktur
Herausforderung. Sanierungen an Straßen sowie Wasser- und Abwasserleitungen sind für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Die Beeinträchtigungen für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibenden sind dabei oft erheblich. Dennoch sind diese Investitionen in unsere Infrastruktur lebensnotwendig. Deshalb werde ich mich gegenüber Hessen Mobil und dem Hessischen Verkehrsministerium für mehr Verbindlichkeit, Transparenz und eine stärkere Einbindung unserer Kommune einsetzen. Das Ziel ist eine frühzeitige Planung, bei der sowohl die örtlichen Gremien als auch die Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligt werden.
Tourismus & Kultur
Die Kultur in Reichelsheim lebt. Aus meiner kommunalpolitischen Erfahrung weiß ich, dass gerade unsere Kulturangebote – insbesondere der Theaterbetrieb – weit über die Gemeindegrenzen hinaus bewundert werden. Da, wo es keine Kultur gibt, zieht es kaum jemanden hin. Deshalb möchte ich den Kulturstandort Reichelsheim weiter stärken und ausbauen – denn Kultur macht unsere Gemeinde lebendig und attraktiv. Neue Wege. Kooperationen, wie mit der Stadt Groß-Umstadt, bringen uns deutlich weiter. Geplant sind gegenseitige Besuche bei Festen, gemeinsame Stände und Veranstaltungen. Ich bin überzeugt, dass wir so mehr Menschen nach Reichelsheim locken können – wovon besonders unsere Gastronomie und Beherbergungsbetriebe profitieren werden. Unsere Feste sind märchenhaft. In Reichelsheim werden zahlreiche Feste gefeiert. Besonders unsere Ortsteile leisten hier im Ehrenamt Enormes – dafür möchte ich ausdrücklich eine Lanze brechen. Diese möchte ich auch weiter durch den Bauhof unterstützen. Märchen- und Sagentage. Dieses besondere Alleinstellungsmerkmal wollen wir noch bekannter machen – auch über die Region hinaus in ganz Deutschland. Warum nicht künftig mit einer „Prinzessin der Märchen- und Sagentage“ als sympathische Botschafterin für unsere Gemeinde? Michelsmarkt. Der Michelsmarkt ist weit mehr als ein Volksfest – er ist ein wichtiger Baustein für die Finanzierung unserer Vereine und damit für das gesellschaftliche Leben vor Ort. Für mich ist klar: Michelsmarkt und Märchen- und Sagentage müssen weiterhin jährlich stattfinden. Wenn wir – wie teilweise gefordert – beginnen, diese Feste im Wechsel auszurichten, schwächen wir auf Dauer beide Veranstaltungen. Schausteller und Künstler würden sich abwenden, und die finanzielle Grundlage vieler Vereine geriete ins Wanken.
Wirtschafts-förderung, Mobilität & Medi-zinische Versorgung
Geschäftsklimaindex. Der direkte Dialog mit unseren ortsansässigen Gewerbetreibenden, Freiberuflern und Handwerksbetrieben sind mir ein wichtiges Anliegen. Deshalb möchte ich einen regelmäßigen Unternehmerstammtisch einführen. Darüber lassen sich wertvolle Anhaltspunkte für die Haushaltsplanung und die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinde gewinnen. Ich möchte den Unternehmerinnen und Unternehmern mit offenem Ohr begegnen – denn sie schaffen vor Ort Arbeitsplätze und übernehmen Verantwortung. Die Einrichtung einer Wirtschaftsförderung bereite ich im Rathaus bereits vor, um unsere Wirtschaft gezielt zu unterstützen und weiter zu stärken. Mobil in allen Lebenslagen. Für den Betrieb des Reichelsheimer Bürgerbusses werde ich mich auch weiterhin persönlich einsetzen. Gemeinsam mit der Mobilitätsgarantie des Odenwaldkreises, die wir als Gemeinde finanziell unterstützen, sind wir im Vergleich zu vielen anderen Kommunen bereits gut aufgestellt. Über diese bestehenden Angebote haben wir in der Vergangenheit informiert und das möchte ich auch künftig fortführen, damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger davon profitieren. Den Aufbau zusätzlicher Mitfahrangebote sehe ich hingegen kritisch, da diese die bereits vorhandenen und von uns finanzierten Angebote schwächen könnten. Mein Ziel ist klar: die Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger zuverlässig zu sichern. Medizinische Versorgung. Die medizinische Versorgung in Reichelsheim ist ein wichtiges Thema für alle Generationen. Gleichzeitig ist es entscheidend klarzustellen, dass die Gemeinde nicht die Zuständige ist, wenn es um die Ansiedlung von Ärztinnen und Ärzten oder um die Vergabe von Arztsitzen geht. Dafür die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) zuständig. Die KVH ist als dafür verantwortlich, dass gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten wohnortnah und flächendeckend ambulant medizinisch versorgt werden. Sie plant gemeinsam mit den Krankenkassen, wo wie viele Praxen benötigt werden, organisiert den ärztlichen Bereitschaftsdienst und sorgt dafür, dass Ärztinnen und Ärzte zugelassen werden. Wenn Arztpraxen in Reichelsheim frei werden oder Versorgungsengpässe auftreten, ist es daher unsere Aufgabe, den Austausch mit der KVH zu suchen, um gemeinsam praktikable Lösungen zu prüfen und die Versorgung vor Ort bestmöglich zu erhalten. Selbstverständlich müssen wir uns aber auch damit beschäftigen, welche Möglichkeiten einer Gemeinde überhaupt zur Verfügung stehen – etwa Unterstützung bei Vermittlung, Leerstandsmanagement oder der Vernetzung mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.
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